Einige Punkte, die beim Spielen von allen Beteiligten beachtet werden sollten oder zumindest je nach Spielweise in der Gruppe besprochen werden sollten.
Einige Punkte, die beim Spielen von allen Beteiligten beachtet werden sollten oder zumindest je nach Spielweise in der Gruppe besprochen werden sollten.
Spielercharaktere sind tabu, wenn es darum geht, sie in irgendeiner Art und Weise zu kontrollieren – sei es durch andere Spieler oder den Spielleiter. Dies betrifft alles, von göttlicher Fügung durch den Spielleiter (z. B. „Dein Charakter liebt ab jetzt XY!“) bis hin zu Kräften oder Überzeugungen anderer Spieler. Es geht hier um erzwungene Eingriffe. Was oft „noch akzeptabel“ ist, sind kurzfristige Effekte.
Hier gibt es verschiedene Ansätze, die je nach Gruppe gut oder schlecht funktionieren können. Grundsätzlich sollte jedoch zunächst folgende unausgesprochene Regel gelten: Spielercharaktere sterben nicht!
Die meisten Spieler möchten ihre lang gespielten und lieb gewonnenen Charaktere nicht einfach verlieren, was zu Unmut führen könnte.
Spielerentscheidung
Wenn ein Spieler entscheidet, dass sein Charakter sich opfert oder eine Handlung begeht, die seinen Tod oder sein Ausscheiden aus dem Spiel zur Folge hat (sofern der Spielleiter dies klar kommuniziert hat), ist das völlig in Ordnung.
Tod durch Kampf
Die Gruppe sollte gemeinsam festlegen, ob Charaktere durch Regelmechanismen wie Kämpfe tatsächlich sterben können und nicht mehr gerettet werden dürfen. Manche Regelsysteme haben bereits klare Vorgaben zu diesem Thema. Einige Gruppen lieben den Nervenkitzel, dass ihre Charaktere durch riskante Entscheidungen im Kampf verloren gehen können.
Entmündigte Spieler
Was in den meisten Fällen jedoch nicht akzeptabel ist, ist der Tod eines Charakters durch den Spielleiter „wegen der Geschichte“, ohne dass der betroffene Spieler eine Möglichkeit hat, dies auf irgendeine Weise zu verhindern. Rollenspiel lebt davon, Konfliktsituationen durch die Augen eines imaginären Helden zu lösen.
Alle am Tisch sollten sich darum bemühen, dass die Spielercharaktere zusammenbleiben und entsprechend Entscheidungen treffen, die der Gruppe und dem gemeinsamen Erlebnis aller Anwesenden dienen. Dies ist nicht nur die Aufgabe des Spielleiters. Dies bedeutet nicht, dass es niemals vorkommen darf, aber eine Trennung nur temporär sein sollte. Es macht das Leben des SL leichter eine Gruppe zu leiten, anstatt individuelle Einzelkämpfer.