Zwei Weh Zehen
Zephyr

Zephyr

Gutaussehende und extrem charismatische Menschen mit Flügeln und ein paar anderen Fähigkeiten. In den meisten Welten wo diese Rasse anzutreffen ist, sind sie Teil von religiöser und mytologischer Geschichte der Menschen und ähnlichen Rassen.

Regeltechnisches

TechLevel: 1 [0 XP]
Schicksalsmarker: 1 [+50 XP]
Start XP: 245 [400 Mensch]
Fähigkeitenausrichtung: Magie, Kind des Schicksals

Vorteile: Sichtweite [-10 XP], Kälteimmunität [-5 XP], Orientierungssinn [-10 XP], Dunkelsicht [-10 XP], Flügel (groß) [-75 XP], Grausame Schönheit [-100 XP], Langlebig [-5 XP]

HINWEIS: Grausame Schönheit hat keinen Effekt bei anderen Zephyren.

OPTIONAL: Für 10 XP mehr können die Flügel nach belieben verschwinden und wiederhergestellt werden.

Details
Sie sind ein sehr altes, edles und friedfertiges Volk, welches sehr zurückgezogen und unter sich lebt. Jedes Volk, welches Kontakt zu ihnen hatte, kann nur sagen, dass sie die schönsten Wesen sind, die sie je gesehen haben. Wer darüber hinaus sieht, erkennt auch, dass sie höflich, intelligent und hilfsbereit sind. Auch wenn es kaum Wesen gibt, die je einen Zephyr gesehen haben, sind sie doch sehr bekannt. Aus Geschichten von Boten und Heilern der Götter oder auch Engel genannt. Nicht zuletzt deswegen, weil sie riesige Flügel besitzen, groß gewachsen und wunderschön sind. Was viele allerdings nicht wissen, ist das ihre Ausstrahlung auch ein Fluch ist. Die meisten Lebewesen verlieben sich umgehend in einen Zephyr, und das unabhängig von Geschlecht und Rasse.

Lebensweise

Zephyre leben in kleineren Familienverbänden, Kolonien genannt, in hohen Gebirgsregionen, wo andere Rassen es schwer haben (dünne Luft, sehr kalt, ewiger Schnee). Sie ernähren sich viel von Pflanzen, welche sie sammeln. Fleisch ist nur selten auf ihren Tellern.

Sie leben in offenen Gebäuden, dessen Wände sehr hoch und offen sind und aus hohen filigranen Bögen bestehen. Als Material verwenden sie Holz und Stein. Sie lieben es immer den Wind zu spüren, aber ein Sturm sollte gemieden werden. Die Dächer sind immer fest, denn Regen mögen sie genauso wie andere Völker nicht im Haus. Besucher anderer Völker müssen die Wände mit Decken verhängen, damit sie vor der Kälte etwas geschützter sind. Wenn das Gebäude mehrere Stockwerke hat, gibt es meistens auf jeder Ebene kleine Plattformen, auf denen gelandet und gestartet werden kann. Da sie nur als Kinder ein Gefühl für Höhen haben, gibt es selten Brüstungen an Plattformen, Treppen und Abgründen. Es gibt natürlich einige besondere Gebäude, welche von der Natur geschützter sind, z.B. ihre Bibliothek und auch ausgebaute Höhlen.

Sie teilen alles miteinander und es gab noch nie einen Diebstahl unter ihnen, jedenfalls nicht, ohne dass es zurückgegeben wurde. Daher gibt es keine geschlossenen Bereiche oder Truhen, außer es handelt sich um gefährliche Dinge. Selbst wenn ein Dieb wagemutig genug ist in diese Region zu klettern, kann er meist auch nicht schnell genug entkommen, da jede Entfernung nur einen Flügelschlag entfernt ist. Da sie keinen großen Wert auf materielle Werte legen, liegt ihr Augenmerk auf Kunst, Kultur, Handwerk und Wissen. Sie vermeiden Kämpfe, aber bilden auch Kämpfer aus, insbesondere Schützen. Diese Wächter sehen ihre Kampffähigkeiten aber eher als Kunst und Philosophie an, was nicht bedeutet, dass sie nicht wirklich kämpfen können.

Eine Gesellschaftsstruktur scheint es auf den ersten Blick für einen Fremden nicht zu geben. Jeder sieht sich und seine Mitmenschen als gleichgestellt. Nur in ihrer Funktion der Gesellschaft, also ihre Berufe, bestimmen in verschiedenen Situationen, wem mehr Gehör geschenkt wird. Dies geschieht ganz automatisch, und nur sehr selten gibt es kleinere Streitereien. Für größere Entscheidungen gibt es einen Rat der Ältesten, welcher aus den Philosophen und Gebildeten geformt wird und einer Matriarchin, welche alle 100 Jahre gewählt wird. Dem Rat, der Matriarchin und ihrem Hof wird uneingeschränkt vertraut, und sie werden geliebt. Es ist sehr selten, dass ein Zephyr einer Bitte von diesem Personenkreis nicht entspricht. Es gibt auch keine Bestrafungen, da trotz weniger Streitereien dennoch alle zusammenleben können. Wenn es doch einmal vorkommt, dass ein erkrankter Geist nicht geheilt werden kann, wird er verbannt. Einige der Probleme sind ebenso wie bei den Menschen, allerdings verteilen sie sich viel mehr in der Zeit, immerhin leben sie bis zu 500 Jahre. Die 20 Probleme eines Menschendorfes in einer Woche wären bei ihnen nur 10 und verteilt auf mehrere Monate, und so gesehen ist es kein Wunder, das alles friedfertig wirkt.

Sie verehren alle Götter, da sie an ein Gleichgewicht glauben, und jeder seine Berechtigung hat. Priester gibt es allerdings meist nur von den Göttern des Lichts, der Natur und Kunst.

Kinder werden in den ersten zwanzig Jahren hauptsächlich von ihren Eltern aufgezogen. Wobei sich aber alle Zephyre in der Pflicht der Erziehung und der Aufsicht sehen. Danach können sich die noch Jugendlichen frei bewegen, und werden meistens gerne bei jedem aufgenommen. Daher ist das Blut nicht ganz so dick wie bei anderen Rassen. Wenn sich Zephyre treffen, sehen sie sich als Brüder und Schwestern. Im Alter von 60 Jahren werden sie als Erwachsene angesehen. Jede Familie hat neben Ihren Familiennamen auch eine Kombination von Farben, ähnlich der Flaggen von anderen Rassen. Aus diesen Farben werden meist Kleidung und Schmuck gefertigt. Eine Kolonie sieht sich insgesamt als eine große Familie, welches die Grundfarben vorgibt. Beispiel:
Himmelsblau und Gold für die Kolonie, Türkis und Dunkelblau der Familie. Jetzt kommt es auch auf die Kombination an, Reihenfolge und Anteile. Anhand der Kleidung und Schmuck (meist breite Gürtel, Halskrausen und –ketten) kann ein anderer Zephyr die Kolonie und vielleicht sogar die Familie bestimmen.

Sie lieben alles, was mit Kunst, Kultur und Wissen zu tun hat. Und durch ihre Langlebigkeit sind sie prinzipiell sehr gut darin bzw. haben einen sehr tiefen Zugang entwickelt. Fast jeder Zephyr beherrscht mindestens eine kunstvolle Fertigkeit wie zum Beispiel Singen, Töpfern, Musizieren, Schnitzen, Malen, Baukunst oder einen Wissensbereich wie Philosophie, Theologie, Völker- und Tierkunde. Es gibt auch einige Bewegungsrituale, insbesondere im Flug, welche sie von klein an üben (um einer jungen Dame den Hof zu machen, bei der Vermählung, zur freundschaftlichen Begrüßung oder den Göttern zu huldigen - Formationsflug). Sowie für große Entfernungen auch mit den Flügeln und Bewegungen Informationen übertragen werden können (eine sehr rudimentäre Zeichensprache). Bei den meisten Zephyren erkennt man auch eine Liebe zum Fliegen, da sie meistens eine gute Stimmung dabei haben oder bekommen, und oft auch kleine Kunststücke zum Spaß machen (Looping, Drehungen, auf dem Rücken fliegen, im Wind gleiten und segeln usw.).

Physiologie

Zephyre sind groß gewachsen (180 - 200 cm) und schlank gebaut. Ein normal gebauter Zephyr erscheint einem Menschen als schlank und ein schlanker als dürr. Nicht zuletzt deswegen, da sie zum Fliegen etwas leichter sein müssen. Zudem sind ihre Knochen nicht so stabil gebaut und teilweise hohl. Daher ist ihr Gewicht relativ gering zu ihrer Größe (50 - 70kg). Ihre Körper sind immer wohl definiert und nie dick oder unproportioniert, sowie auch ihre Gesichter und ihre Haut meistens wunderschön sind, den Elfen nicht unähnlich. Ihre Hautfärbung gleicht dem der Menschen aus kälteren Regionen, hell und rosig, obwohl es auch seltener etwas dunklere Hauttöne gibt. Einige weisen auch einen leicht metallischen Glanz auf, wie Gold und Silber, oder bei den dunkleren Hauttypen Bronze und Messing. Ihr Haar ist ähnlich wie bei den Menschen, wobei helle Farben häufiger sind (goldblond). Ihre Augen besitzen alle Farben wie die der Menschen, aber öfters sind diese einfach nur sehr hell, mit einem dunklen Rand um die Iris. Sie können extrem weit wie Falken sehen, und sie sehen Farben intensiver und erkennen selbst dort leuchtende Farben, wo ein Mensch nur schwarz sieht (etwas mehr im Infrarot- und Ultraviolettbereich, wie Vögel).
Sie besitzen alle einen perfekten Orientierungssinn. Weiterhin kennen sie keine natürliche Kälte. Entsprechend sind sie meist spärlich bekleidet, da sie Kleidung nicht zum Wärmen benötigen und diese als Widerstand beim Fliegen unpraktisch ist.

Ihr markantestes Merkmal allerdings sind ihre riesigen Flügel. Die Spannweite liegt bei 6 bis 8 Meter, je nach Körpergröße, wobei Frauen meist etwas kleinere Flügel haben. Das „Handgelenk“ liegt bei gefalteten Flügeln kurz oberhalb der Spitze des Kopfes, und die Schwungfedern gehen bis zum Knöchel. Sie bestehen aus Federn mit hellen Farben, meist weiß mit ganz leichtem Farbeinschlag bei bestimmtem Licht. Nur selten sind dunklere Farben zu finden. Jeder Flügel ist am Rücken unterhalb der Schulterblätter an einem Gelenk ähnlich der Schulter mit dem Körper verbunden. Der obere Bereich (Flügelarm) besteht aus großen und festen Knochen mit Sehnen und Muskeln, welche die Flügel über vier Gelenke in jedwede denkbare Position bewegen und verdrehen können. Sie sind beweglicher als die Flügel von Vögeln, welche nur drei Gelenke aufweisen. Am letzten Gelenk befindet sich ein langer Knochen, an dem auch die Schwungfedern (die größten) zu finden sind, sowie zwei weitere etwas kürzere Knochen, welche wie Finger abgespreizt werden können. Im Endeffekt kann der lange Endbereich der Flügel wie eine Hand mit einzelnen Fingern bewegt werden. Durch die Beschaffenheit der Federn und ihrer Beweglichkeit können sie lernen geräuschlos zu fliegen (ähnlich dem Schleichen gehender Wesen). Zuviel Wasser kann aber ein Problem werden. Normaler Regen macht ihnen nichts aus, da das meiste Wasser abperlt. Babys werden ohne Flügel geboren und schlüpfen nicht aus einem Ei. Im Alter von 16 beginnen die Flügel zu wachsen, was bis zur Flugfähigkeit um die vier Jahre dauert.
Abgesehen von den eben beschriebenen Eigenschaften entsprechen sie der Physiologie der Menschen.

Sie schlafen auf dem Bauch oder leicht auf den Seiten, aber nur sehr selten auf den Flügeln. Sie stehen sehr viel und sitzen auf einer Art Stehhocker. Entsprechend hoch sind ihre Tische. Richtig sitzen wie Menschen mögen sie nicht sonderlich, zum Einen wegen der störenden Rückenlehne und zum anderen, da die Federn immer den Boden berühren. Bei sauberen Umgebungen, oder wo es einen weichen Teppich oder Gras gibt, breiten sie entspannter ihre Flügel aus, und sitzen dann auch auf kleinen Sitzgelegenheiten oder auf dem Boden. Mindestens einmal am Tag beschäftigt sich ein Zephyr mit Gefiederpflege, wozu meist ein besonderer Kamm verwendet wird, und manchmal auch etwas Wasser oder Öl.